Warum Geld nicht wächst — es sei denn, du lässt es arbeiten
Stell dir vor: Du versteckst 10 € unter deinem Kopfkissen. In 10 Jahren schaust du nach. Wie viel ist da?
10 €. Nicht mehr. Nicht weniger. Geld unter dem Kopfkissen wächst nicht. Es schläft einfach.
Die magische Frage: Was wenn es arbeitet?
Wenn du deine 10 € jemandem leihst — zum Beispiel einer Bank — und die Bank dir dafür etwas zurückzahlt, dann arbeitet dein Geld. Das nennt man Zinsen.
Zinseszins: Das Geheimnis der Reichen
Im zweiten Jahr bekommst du nicht nur Zinsen auf deine 10 €, sondern auch auf die Zinsen vom ersten Jahr. Das nennt man Zinseszins — und es ist wie ein Schneeball, der einen Berg herunterrollt.
ELTERN-TIPP: SO ERKLÄRST DU ES
Nutze das 3-Geldbörsen-System: Geldbörse C bekommt am Ende des Monats 10 % Zinsen. Wer 5 € gespart hat, bekommt 50 Cent dazu. Wer im nächsten Monat die 50 Cent drin lässt, bekommt Zinsen auf 5,50 €. Kinder verstehen das sehr schnell — und es macht Spaß.
Was ist mit ETFs?
ETFs sind Körbe voller Aktien — zum Beispiel von den 1.600 größten Unternehmen der Welt. Wenn alle diese Unternehmen zusammen wachsen, wächst auch dein Geld im Korb. Historisch: etwa 7–10 % pro Jahr im Durchschnitt.
Das bedeutet: Wer ab dem 18. Geburtstag monatlich 50 € in einen ETF investiert, hat mit 65 Jahren — rein rechnerisch — über 250.000 €. Ohne besondere Fähigkeiten. Nur wegen Zeit und Konsequenz.
Geld arbeiten zu lassen statt es nur auszugeben — die wichtigste Lektion, die Kinder über Zinseszins lernen können.